Tre passi nel delirio (Episode: "Toby Dammit")

Jahr: 
1968
Film: 
Farbfilm
Länge: 
37 min
Produktion: 
P.E.A. (Roma), Les Films Marceau (Paris), Cocinor (Paris)
Vertrieb: 
P.E.A. (Roma)
Altersfreigabe: 
52051
24/07/1968

Die anderen Episoden des Films sind: Metzengerstein von Roger Vadim und William Wilson von Louis Malle. 
Ein junger englischer Schauspieler, Toby Dammit, von Drogen und Alkohol berauscht, kommt in Rom an, wo er Hauptdarsteller des ersten Western-Films sein wird. Fotographen, Journalisten, Produzenten und sogar Geistliche umdrängen ihn prompt. Alles ist bereit, um das Ereignis zu feiern. Doch er erlebt alles was ihn umgibt empfindungslos: Feste, Modenschauen, Auszeichnungen. Durch nichts wird er aus der Apathie aufgerüttelt. Nur als ein mysteriöses Mädchen ihm zum Spiel einen Ball zuwirft, scheint Dammit zu reagieren. Als er zum x-ten Mal auf einem Empfang ist, beschimpft er die Anwesenden und flieht in dem Auto, das ihm die Produzenten geschenkt haben. Er beginnt zügellos mit einer irren Geschwindigkeit durch das Zentrum und die Peripherie von Rom zu rasen und bemerkt einige Warnsignale nicht: durch eine Stahlleitung wird sein Kopf glatt abgetrennt und rollt auf eine Wiese. Das Mädchen hebt ihn auf, als sei es ein Ball…

Crew

Regie: Federico Fellini
Idee: libera riduzione dal racconto "Non scommettere la testa con il diavolo" di Edgard Allan Poe
Drehbuch: Federico Fellini, Bernardino Zapponi
Bildregie: Giuseppe Rotunno (Technicolor-Eastmancolor)
Musik: Nino Rota
Dekor: Pietro Tosi
Kostüme: Pietro Tosi
Schnitt: Ruggero Mastroianni
Kamera: Giuseppe Maccari
Spezialeffekte: Joseph Natanzon
Lied: "Ruby" di Mitchell Parish (parole) e Heinz Roemheld (musica)
Sängerin: Ray Charles
Ausstattung: Carlo Leva
Regieassistenten: Eschilo Tarquini, Francesco Aluigi, Liliana Betti
Cutter-Assistent: Adriana Olasio, Wanda Olasio
Produktionsleitung: Tommaso Sagone
Allgemeine Organisation: Enzo Provenzale
Produzent: Alberto Grimaldi, Raymond Eger

Cast

Terence Stamp : Toby Dammit
Salvo Randone : Padre Spagna
Antonia Pietrosi : l'attrice
Polidor : un vecchio attore
Anne Tonietti : commentatrice televisiva
Fabrizio Angeli : primo regista
Ernesto Colli : il secondo regista
Aleardo Ward : primo intervistatore
Paul Cooper : il secondo intervistatore
Marisa Traversi : partecipanti alla festa
Rick Boyd : partecipanti alla festa
Mimmo Poli : partecipanti alla festa
Marina Yaru : la bambina
Brigitte : la ragazza alta due metri

Reviews

Mario Verdone
Als Kino-Sujet schwach, fast so reduziert, dass keine Subtanz mehr da ist, Toby Dammit ist gefüllt mit den Erinnerungen, Nostalgien und Visionen, die Fellini so sehr am Herzen liegen, mit seinen außerhalb der Wirklichkeit schwebenden Schauspielerinnen und seinem mittlerweile fast erloschenem Polidor, einer Stoffmaske. Es ist ein Film, der ganz auf die Technik und ihre Überwindung ausgerichtet ist. Der Nebel und die Schimmer von „Otto e mezzo“, die Farben von Giulietta machen hier einem Problem der Belichtung Platz, das meisterhaft von der Fotographie von Rotunno ausgespielt wird: Projektoren, Glühbirnen, Autoscheinwerfer. Die Technik, die Einrichtung, die Beleuchtung treten in den Vordergrund. Es besteht ein formeller Exhibitionismus, eine technische Bravur, die manchmal zum Selbstzweck wird.
"Bianco e Nero", a. XXIX, n. 11-12, novembre-dicembre 1968
Edoardo Bruno
Fellini sieht mit den Augen seiner Figuren; mal ist er ein Pfarrer, dann ein katholischer Drehbuchautor, dann ein grausamer (und kostenloser) Chronist, wie beim Verspotten Totòs, ein blinder, wankender Komiker, der den Arm einer enormen blond-exzentrischen Schauspielerin bietet. Im Rom von Fellini-Poe wird all dies aufgenommen, wie im Dunst scheint alles erträumt, einem entfernten Alptraum entliehen, irreal und doch voller wahrscheinlicher Ansätze.
"Filmcritica", a. XIX, n. 193, dicembre 1968