Block-notes di un regista - Fellini: A Director's Notebook

Jahr: 
1969
Film: 
Farbfilm
Länge: 
60 min
Produktion: 
N.B.C.
Altersfreigabe: 
non richiesto

Simulierter Dokumentarfilm, der Fellini von den Ruinen des Sets für  Il viaggio di G. Mastorna über Ortsbesichtigungen auf der Suche nach Spuren der Antike bis zu Probeaufnahmen für den Film Satyricon führt.

Crew

Regie: Federico Fellini
Drehbuch: Federico Fellini, Bernardino Zapponi
Bildregie: Pasquale De Santis
Musik: Nino Rota
Schnitt: Ruggero Mastroianni
Cutter-Assistent: Adriana Olasio
Produzent: Peter Goldfarb
Allgemeine Organisation: Lamberto Pippia
Continuity: Norma Giacchero
Hilfregisseure: Maurizio Mein, Liliana Betti
Series unit manager: Joseph Nash
Dialogdirektor: Christopher Cruise
Englische Dialoge: Eugène Walter

Cast

Federico Fellini
Giulietta Masina
Marcello Mastroianni
Caterina Boratto
Marina Boratto
David Maumsell
prof. Genius
Cesarino
Bernardino Zapponi
Lina Alberti

Peculiarites

Die kleinen mit wenig Aufwendungen verbundenen Dinge haben immer seine sofortige Zustimmung gefunden. Dieser kleine Film sei ein originelles Dokument des Übergangs von Mastorna zum zukünftigen Satyricon; eine schnelle Reihe von Notizen, Plaudereien, Phantasien, eine sympathische “Cacatina” (Ramsch), so definierte ihn Fellini. Das Drehbuch war schnell fertig. Der Anfang des Films sollte die großen Bühnenreste des Mastorna zeigen; wie Relikte eines Schiffbruchs, schon von der Zeit gezeichnet; in ihnen wuchsen Schilf und Brennnesseln, mittlerweile waren sie zu regelrechten römischen Ruinen geworden. Dort (so dachten wir es uns aus) lebte eine ausgeflippte Hippy- Gruppe, welche die schwachsinnige Atmosphäre verstärken sollte; «Mastorna war ihre Stadt, genannt Schwachsinn». So schrieb ich eine fiktive Poesie die einem dieser fiktiven Vagabunden zugeschrieben wurde (jahrelang meldete sich irgendeine Autorengesellschaft oder irgendeine Cinémathéque, um bei mir den Originaltext oder den Namen des Autors jener Verse zu erfragen und ich musste offenbaren, dass es sich um eine Fälschung in der Fälschung handelte).
Bernardino Zapponi, Il mio Fellini, Marsilio, Venezia, 1995, pp. 26-27

Reviews

Lino Miccichè
Im Notebook von Fellini sind tatsächlich einige Sequenzen von rarer Schönheit enthalten – wie jene der Gebäuderelikte und des Mastorna- Raumschiffs; der Suche, unter bärenstarken Männern aus dem Volk, nach Antlitzen antiker Römer für den Film Satyricon; jene eines nächtlichen Besuchs in einem geheimnisvoll von Lastern und Einsamkeit belebten Kolosseum, jene eines Tages des Regisseurs in seinen Büroräumen, wo er alte und neue Bekannte empfängt, die sich um eine “Komparsenrolle” in seinem nächsten Film bewerben – in dem Fellini, wie gesagt, ganz und gar nicht versucht, sich selbst zu vergegenständlichen, sondern höchstens seine eigene phantastische Welt als objektiv vorgeben will. So entdecken wir [...]dass diese Aufeinanderfolge von [...] übertriebenen surrealen Visionen, Sex und Einsamkeit, Ironie und Zärtlichkeit [...] tatsächlich die Weise, die einzige Art und Weise ist, in der Fellini die Wirklichkeit sehen kann und es sich somit um eine absolut notwendige deformierende Dringlichkeit handelt.
"Avanti!", 7 maggio 1969